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Die Bildgalerie „Im Namen
des Vaters..“ setzt sich
mit dem Thema
Kirche – Macht – Glauben auseinander.
Düster und provokativ wird am Beispiel
der Kreuzzüge chronologisch unser Dasein
dem christlichen Glauben
nach, aufgezeigt.
Im Namen Jesu Christi, starben mehr Menschen, als in den beiden Weltkriegen der Neuzeit. Was ist also gut und böse ? Kann man die Menschheit an ihren Taten messen Auch heute noch
werden Kreuzzüge im Namen des Herrn geführt ....
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1.
Die Belagerung von Antiochia „Macht euch auf den Weg zum Heiligen
Grab, entreißt dieses Land dem frevelnden Volk, unterwerft es euch. Dieses
Land ist von Gott den Söhnen Israels zum Eigentum gegeben worden, wo Milch
und Honig fließen, wie die Schrift sagt. Jerusalem ist der Nabel der Welt, das
Land ist fruchtbarer als andere, ein zweites Paradies der Lustbarkeiten“ Die Belagerung von Antiochia findet im 1. Kreuzzug Oktober 1097 bis zum 3. Juni
1098 statt. Am 3. Juni 1098, nachdem die
Belagerung auf beiden Seiten zu grauenvollen Hungersnöten führte, wird die
Stadt gestürmt. |
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Die
Belagerung von Antiochia (Bildbeschreibung) Im Bildmittelpunkt steht hierbei groß und übermächtig der Papst, dargestellt durch einen düsteren ,Tod bringenden Krieger, der die heilige römische Kirche dieser Epoche darstellen soll. Mittels eines Lenkdrachen, der als Kreuzfahrerschiff das Kreuzfahrerheer insgesamt symbolisiert, lenkt der Papst seine Armee, -unbeirrt, dass diese vom Teufel angetrieben wird. Mit der rechten Hand ruft der Teufel den Krieger herbei und zeigt mit der Linken auf das Angriffsziel. Am linken unteren Bildrand sind Raimund von Toulouse sowie Gottfried von Bouillon auf ihren Pferden zu erkennen. Die Pferde tragen zur Deutung ihrer Gesinnung das Zeichen des Gehörnten . Die Sanduhr und die Kröte ( - die sie schlucken müssen...) soll die Entschlossenheit zum Kampf darstellen. Der Mondfisch in der rechten unteren Bildhälfte, einer Hure gleich geschminkt und mit Schmolllippen versehen, symbolisiert Dekadenz und Arroganz des „christlichen“ Denkens jener Zeit.
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2.Das Massaker von
Jerusalem Unter der Führung von Raimund von Toulouse und Gottfried von Bouillon, erreicht das Kreuzfahrerheer am Abend des 7. Juni 1099 Jerusalem. Die meisten sind nun drei, manche vier Jahre unterwegs, Zehntausende haben die Wallfahrt nicht überlebt.Kreuzfahrer und Chronisten im Blutrausch.In der Nacht zum 14. Juli 1099, nach bereits mehreren gescheiterten Versuchen, beginnt der Sturmangriff.Der Autor der Gesta Francorum : „...unsere Männer betraten die Stadt und
schlugen die Sarazenen bis zum Tempel Salomons tot, wo diese Zuflucht
suchten...so daß der ganze Tempel von ihrem Blute
schwamm.. Der Chronist Albert von Aachen
dazu : „...nach dem blutigen Hinmorden der
Sarazenen, von denen im Tempel zehntausend erschlagen wurden, kehrten die
Christen siegreich vom Palast zur Stadt zurück und machten nun viele Scharen
von Heiden, die in ihrer Angst versprengt durch die Gassen irrten, mit dem
Schwert nieder. Weiber die in die befestigten Häuser
geflohen waren durchbohrten sie mit dem Schwert. Kinder, noch saugend, rissen
sie an den Füßen von der Brust der Mutter oder aus den Wiegen und warfen sie
an die Wand und auf die Türschwellen und brachen
ihnen das Genick.."
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Das Massaker von Jerusalem (Bildbeschreibung) Bildmittelpunkt ist hier der Tod, der tausendfach Jerusalem heimsucht. Die Dynamik die dieses Bild vermittelt, soll die Wucht und Entschlossenheit der Kreuzfahrer beim Sturm der Mauern Jerusalems nach wochenlanger Belagerung darstellen. Noch mehr Geschwindigkeit und Brutalität der Erstürmung Jerusalems wird durch die Sense sowie den Inlineskatern als Verbindung zur Gegenwart vermittelt. Die Figur des Todes lässt keinen Raum für die Darstellung von mehr Gebäuden oder Erstürmungsszenen, er ist beherrschendes Sinnbild dieser Tat.
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3. Die Apokalypse Die vier
apokalyptischen Reiter ...ein
fahles Pferd ,..und der darauf saß, dessen
Name hieß Tod... aus
der Offenbarung des Sehers Johannes(um 300 n.Chr.) Für Muslime im Mittelalter waren die Kreuzzüge die Apokalypse. Vergleicht man die durch die vier Reiter dargestellte Versinnbildlichung mit der heutigen Zeit, so könnten wir uns wieder in der Apokalypse befinden ... , die nach christlichen Glauben ja auch schon zu Lebzeiten der Apostel, mit der Wiederkunft Christi erwartet wurde.
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Die Apokalyptischen Reiter (Bildbeschreibung) Die Erzählung des Sehers Johannes über die letzten Tage der Menschheit vor dem Weltuntergang war zu jener Zeit auch den Moslems bekannt. Die Kreuzzüge und insbesondere das Massaker von Jerusalem muss diesen Menschen wie der Weltuntergang vorgekommen sein. Im Bildmittelpunkt stehen hierbei die vier apokalyptischen Reiter dargestellt nach der Beschreibung des Johannes mit den jeweiligen Insignien ihrer Macht. In diesem Bild ist bewusst auf die Darstellung der Betroffenen verzichtet worden. Die Apokalypse gilt weltumfassend, es gibt keine Täter und Opfer ,- die Apokalypse wird nach Johannes auch die freie, christliche Welt treffen. Wie verstehen heute Menschen in der Dritten Welt Kriege mit hochmodernen Waffen und gewaltigen Zerstörungspotential ? Wie wirkt eine B-52, wie am oberen Bildrand dargestellt, auf einen in ärmlichen Umständen aufgewachsenen Menschen in der sog. "Dritten Welt" ? Wie wirkt jemand auf diese Menschen, der in diesem Zusammenhang das Wort „Kreuzzug" erwähnt ?
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4. Das Jüngste Gericht Christus als Weltenrichter mit
Lilie
und Schwert als
Zeichen für Gnade und Verdammung von Posaunenengeln flankiert. Im (Irr-?) glauben vieler, wird zu
bestimmter Zeit durch Christus als Richter, jeder zum Jüngsten Gericht herangezogen
und verurteilt. Wo und Was ist denn der Tag des Zornes,
des Gerichts ? Wer wird da zürnen und wer richten ? Wie wird er richten über Sünden
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Das Jüngste Gericht (Bildbeschreibung) In der vierten Zeichnung ist das „Jüngste Gericht" Thema und Farce zugleich. Im Bildmittelpunkt steht Jesus als Weltenrichter mit Lilie und Schwert gekennzeichnet, um über die Menschheit zu richten. Das Bild soll unsere „offizielle" Deutung im Bezug auf das Jüngste Gericht hinterfragen. Die Menschheit dargestellt als gleich aussehende Figuren soll die Gleichheit vor Gericht symbolisieren, - ob Kreuzritter oder Moslem, über alle und jeden wird gerichtet. Nur wer war gut und wer war böse, wer hat das himmlische Jerusalem verdient und wer das Fegefeuer ...war der gut, der im Namen des Herrn gemordet hat... oder war der es, der recht getan hat ,- auch als Moslem ? Wer ist Richter ?- Jesus der die Kirche darstellt und wie auf der Zeichnung auch der Versuchung unterliegt...? Eine Maschine (Verbindung zur Neuzeit), die voreingestellt und justiert keine Glaubensfragen lösen muss sondern konsequent nach Einstellung aussiebt....? Das vermeintlich Gute und Böse ist vorsorglich angekettet und hat auf die Entscheidungen keine Einflussmöglichkeiten...
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5.
Verderben und Erlösung Wie
im Siedebecken versammeln sich die Seelen der Menschheit um zu erfahren ihre
gerechte Strafe. Die
im Buch des Lebens erwähnten Menschen Das
Böse wird vernichtet, für die Guten schafft Gott ein neues Paradies, ...das himmlische Jerusalem. abgeleitet aus der Offenbarung des Johannes Was war für jemanden dem Unrecht wie in den
Kreuzzügen widerfahren ist GUT
und BÖSE ?? Die Gerichtsbarkeit am letzten unserer Tage dürfte
spannend werden....
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Verderben und Erlösung (Bildbeschreibung) Mit Verderben und Erlösung endet die Geschichte der Kreuzzüge (Menschheit). An einem Platz, außerhalb der uns bekannten Welt, wird ausgesiebt. Diejenigen Seelen , die die Schleuse des jüngsten Gerichts durchlaufen haben enden im Siedebecken der Ewigkeit. Die guten Seelen werden aufsteigen, dem himmlischen Jerusalem entgegen, - die unbrauchbaren werden ausgeschwemmt , nach unten bis in den Rachen des Fisches. Der Tod, als Narr mit Narrenkappe dargestellt ,mit Cowboystiefel und Lederweste gekleidet (Verbindung zur Gegenwart), sitzt gelangweilt dabei. Mit dem Würfelbecher neben sich entscheidet der Narr über Leben und Tod, über Glück und Unglück, über Krieg und Frieden.... auch heute noch.
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Informationen
zu den Zeichnungen Die Zeichnungen sind in den Größen 50 x 70 cm bzw. 60 x 80 cm und sind ausschließlich mit Bleistift gefertigt und fixiert. Den Zeichnungen liegen Texttafeln bei, wobei eine als Einleitung den gesamten Bildzyklus ,- und jeweils eine zum Bild die dazugehörende Zeichnung beschreibt. Auf allen Zeichnungen ist durch Darstellung eines neuzeitlichen Gegenstandes/Objektes eine Verbindung zur Gegenwart hergestellt. Dies soll auf die modernen Kreuzzüge unserer Zeit hinweisen.
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